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23 Februar 2022

Management post-operativer neuropathischer Schmerzen

Operationen sind die zweithäufigste Ursache für neuropathische Schmerzen.1 In einem Literaturreview einer französischen Expertengruppe wird ein Überblick über neuropathische Schmerzen, fokussierend auf lokalisierte, periphere neuropathische Schmerzen nach chirurgischen Eingriffen und deren Behandlungsmodalitäten gegeben. OÄ Dr. Waltraud Stromer und Prim. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar, MSc kommentieren diesen Review.1 

Chronische Schmerzen, zu denen auch postoperative neuropathische Schmerzen (cPSNP) gehören, stellen ein großes gesundheitspolitisches Problem dar und sind einer der häufigsten Gründe für eine Patientenvorstellung in schmerztherapeutischen Einrichtungen. In einem Literaturüberblick wird darauf hingewiesen, dass die frühzeitige Identifikation von Risikofaktoren, welche durch die Art der Operation und durch individuelle Patientencharakteristika beeinflusst werden, sowie die Berücksichtigung neuer minimal invasiver Operationsmethoden die Wahrscheinlichkeit von Nervenverletzungen deutlich reduzieren kann.1 Eine Diagnose der cPSNP kann auch in der täglichen Praxis schnell und einfach – zum Beispiel durch Einsatz des DN 4-Fragebogens („4-question neuropathic pain test“) – erfolgen.

Eine Therapie sollte zudem nicht-pharmakologische (Kinesiotherapie, Neurostimulation, Psychotherapie) und pharmakologische (Analgetika, Antidepressiva, Antiepileptika, Lokalanästhetika) Ansätze berücksichtigen. Bei Letzteren sollten topische Behandlungen, wie das Capsaicin-Pflaster bei der Behandlung lokalisierter peripherer neuropathischer Schmerzen bei Erwachsenen, insbesondere bei älteren Patienten, gefördert werden.1

1 Prudhomme M et al. Management of neuropathic pain induced by surgery: Review of the literature by a group of experts specialized in pain management, anesthesia and surgery. J Visc Surg. 2020;157(1):43-52.

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Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jedes kutane Pflaster mit einer Fläche von 280 cm2 enthält: Wirkstoff: 179 mg Capsaicin entsprechend 640 Mikrogramm Capsaicin pro cm2 Pflaster. Sonstige Bestandteile - Pflaster: Matrix: Silikonklebstoffe, Diethylenglycolmonoethylether (Ph.Eur.), Dimeticon 12500 cSt, Ethylcellulose N50 (E462); Trägerschicht: Poly(ethylenterephthalat) (PET)-Film, Drucktinte mit Pigmentweiß 6; Abziehbare Schutzfolie: Polyesterfilm, Fluorpolymer beschichtet; sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung - Reinigungsgel: Butylhydroxyanisol (Ph.Eur.) (E320) (0,2 mg/g) sonstige Bestandteile - Reinigungsgel: Macrogol 300, Carbomer 1382, Gereinigtes Wasser, Natriumhydroxid (E524), Natriumedetat (Ph.Eur.). Anwendungsgebiete: Behandlung von peripheren neuropathischen Schmerzen bei Erwachsenen. Qutenza kann als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Schmerzen angewendet werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Warnhinweise: Reinigungsgel enthält Butylhydroxyanisol. Vor Anwendung Packungsbeilage beachten. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Pharmakotherapeutische Gruppe: Lokalanästhetika, andere Lokalanästhetika, ATC-Code: N01BX04 Verschreibungspflichtig/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Informationen zu Besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Inhaber der Zulassung: Grünenthal GmbH, Zieglerstr. 6, 52078 Aachen. Stand der Information: Jänner 2021.